Ausstellungsplanung in 10 Schritten

In diesem Beitrag gebe ich dir einen Leitfaden für eine Ausstellungsplanung an die Hand, mit der du deine eigene Ausstellung strukturiert planen kannst.

Ein Leitfaden zur Ausstellungsplanung

Die Vorstellung, die Eröffnung seiner eigenen Ausstellung zu planen, ist sehr verlockend, wenn man daran denkt, dass die eigenen Werke dann an Wänden hängen werden, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind und man Feedback und Beachtung für seine künstlerische Arbeit bekommt. Das man etwas mit seiner Kunst im Betrachter bewegen und verändern kann und nicht nur für sich selbst kreiert ist für mich persönlich ein sehr zufriedenstellendes und aufregendes Gefühl. Wenn man dann auch noch etwas verkauft, ist die Freude natürlich umso größer!

Das Gute ist, die Umsetzung ist recht einfach und spannend, wenn man organisiert an die Sache ran geht. Ich habe bisher zwei Ausstellungen organisiert und möchte hier meine Vorgehensweise mit euch teilen. Die Planung wird ca. 4-6 Monate in Anspruch nehmen.

1. THEMA

Zu  Beginn deiner Ausstellungsplanung solltest du 25-40 Werke zu einem Thema anfertigen oder aus bereits existierenden Werken passend zu einem Thema auswählen. Es sollte ein ‘roter Faden’ erkennbar sein, der sich durch alle Werke zieht. Wenn du alle Werke hast, fertige zu jedem Bild ein Etikett mit Bildtitel, Maße, Material und Entstehungsjahr an. Überlege dir, welcher Ausstellungstitel zum Thema passt und wen du mit deinen Bildern erreichen möchtest. Richte den Titel dann auf deine Zielgruppe aus.

2. SPONSOREN

Du kannst versuchen Sponsoren für deine Ausstellung zu finden. Sie können dich entweder finanziell oder mit Ausstellungsmaterialien unterstützen. Z.B. könnte ein Fotogeschäft die Rahmen zur Verfügung stellen. Frag ruhig auch in Universitäten nach, ob sie dir Rahmen, Hängematerial, Podeste und Lampen ausleihen können. Falls du Sponsoren findest, vergiss auf keinen Fall sie später auf deinem Flyer zu erwähnen und sie zur Vernissage einzuladen.

Hier noch ein Link zum Thema Sponsoring https://www.event-partner.de/business/wie-findet-man-sponsoren-fuer-ein-event/

3. AUSSTELLUNGSORT

Um die passende Räumlichkeit zu finden, solltest du dich bei deiner Ausstellungsplanung fragen, welche Lokalität zu deinen Werken passt. Berücksichtige, dass die Lage gut erreichbar sein muss. Als preisgünstigen Ausstellungsort kannst du zum Beispiel einen Kunstverein, eine Bank, ein Rathaus, eine Diakonie oder eine andere öffentliche Einrichtungen wählen. Man kann z.B. auch in Cafes oder Geschäften anfragen. Oft freuen sie sich über diese Möglichkeit, weil es ihr Geschaeft dekorativ aufwertet. Wichtig ist es, die Zielgruppe nicht aus den Augen zu verlieren.

4. MARKETING

Wenn der Ausstellungsort gefunden ist, lege dich auf ein Datum fest, dass auf keinen Feiertag fällt. Am Besten wählst du ein ganzes Wochenende oder auch etwas länger. Achte darauf, dass die Öffnungszeiten mit den gängigen Arbeitszeiten kompatibel sind, damit deine Interessenten Zeit haben zu kommen. Wichtig ist ein gutes Marketing! Du kannst Flyer anfertigen, verteilen und in sozialen Netzwerken posten, Plakate aushängen und eine Einladung in der lokalen Zeitung veröffentlichen. Vorsicht, bei Flyern und Plakaten müssen teilweise Genehmigungen eingeholt werden! Es ist sinnvoll Kunstvereine aus deiner Region zu fragen, ob sie deinen Flyer online stellen und ob du ein Plakat bei ihnen aushängen kannst. Wenn du magst, kannst du zusätzlich noch einen Radiosender kontaktieren und eine Ankündigung deiner Ausstellung durchsagen lassen. Lade auf jeden Fall auch alle Beteiligten ein, die bei den Vorbereitungen mitgewirkt haben, wie z.B. Sponsoren oder die Presse, falls du eine Anzeige aufgegeben hast.

 5. PROGRAMMHEFT

Um deine Ausstellung für deine Gäste spannend zu halten, ist es wichtig ein paar interessante Programmpunkte einzuplanen. Erstelle hierzu ein Ausstellungsprogramm z.B. in der Form eines Leporellos. Dort kannst du zusätzlich deine Werke abbilden und deine Kontaktdaten mit einem Hinweis auf Deine Homepage angeben. Erkundige dich diesbezüglich über deine Möglickeiten in einer Druckerei aus deiner Region und mit etwas Glück gewinnst du sogar einen weiteren Sponsor.

6.  MATERIALLISTE

Um den Überblick zu behalten, rate ich dir eine Materialliste anzulegen, in der du alles auflistest, was du für den Ausstellungsaufbau brauchst. Rahmen, Passepartouts, Hängesystem, Lichtquellen, Nägel, Hammer, Lineal, Wasserwaage, Powerstrips, Bleistift, Radiergummi, Tische evtl Hussen, Getränke Snacks, Gläser, Teller, Etiketten, Podeste usw.

7. AUSSTELLUNGSAUFBAU

Je nach der gewählten Räumlichkeit muss die Hängung angepasst werden. Kläre vorher welche Materialien noch besorgt werden müssen und ob die Räumlichkeit bereits über ein Hängesystem und geeignete Beleuchtung verfügt. Am besten fängst du mit der Hängung mind. zwei Tage vor der Eröffnung an. Irgendetwas Unerwartetes taucht immer auf und es gibt dir bei der ganzen Aufregung eine gewisse Gelassenheit wenn du für die Hängung und Vorbereitung der Räumlichkeit einen kleinen Zeitpuffer hast. Besorge dir mind. 2-3 Helfer, die dir beim Aufbau helfen.

8. VERNISSAGE

Zu Beginn wenn die Gäste nach und nach eintreffen kannst du sie mit einem Begrüßungsgetränk willkommen heissen. Ein Buffet oder kleine Snacks auf Stehtischen verteilt hilft es ihnen sich wohl zu fühlen und mit anderen ins Gespräch zu kommen.  Sobald du das Gefühl hast es kommen keine neuen Gäste mehr, kannst du deine Begrüßungsrede halten. In der Rede kannst du deine Besucher begrüßen dich selbst vorstellen, etwas von deinem Ausstellungskonzept erzählen und je nach dem was du planst, welche Programmpunkte es noch gibt. Z.B. wann es eine Führung oder eine andere Rede geben wird. In der Rede kannst du auch nochmal verkünden, wie lange die Ausstellung laufen wird und wann die Finnisage stattfindet.

9. GIVEAWAY

Um deine Dankbarkeit für den Besuch deiner Gäste auszudrücken, kannst du ein kleines Gastgeschenk anbieten wie z.B. eine Postkarte mit deinem Werk als Print. Sie werden sich mit Sicherheit freuen und gerne an deine Ausstellung zurückdenken.

10. MUSIK

Die Atmosphäre kann mit Musik wesentlich aufgelockert werden und dein Programm abrunden. Lasse diese Überlegung also nicht bei deiner Ausstellungsplanung außen vor. Überlege dir, welche Musikrichtung zu deiner Zielgruppe und deinen Werken passt und ob es sich evtl. anbietet Live-Musik spielen zu lassen. Denk aber daran, dass die Musik nicht im Vordergrund stehen soll, sondern einzig der Untermalung deiner Ausstellung dient.

Ich hoffe sehr, dass du diesen Leitfaden zur Ausstellungsplanung für dich nutzen kannst und deine Ausstellung ein Erfolg wird! Alles Gute!

Hier noch ein Video und ein paar Fotos von meinen eigenen Ausstellungen. Die einzelnen Werke aus den Ausstellungen findest Du in meiner Galerie.

Wenn dir mein Leitfaden gefällt, hinterlasse mir einen  Kommentar!

 

2 Kommentare zu „Ausstellungsplanung in 10 Schritten“

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